Traumatherapie · Sina Weber Systemische Traumatherapie · Sina Weber

Was ist Systemische Traumatherapie

Die systemische Traumatherapie verbindet Elemente der systemischen Gesprächstherapie (Elemente des Focusing, des katathymen Bilderlebens, der Gestaltarbeit und diverse systemische Ansätze) mit der klassischen Traumatherapie EMDR.

Für die Traumatherapie ausschlaggebend sind grundlegende Erkenntnisse aus der Neurobiologie. Diese liefern ein neues Verständnis von den komplexen Zusammenhängen, die innerpsychisches Erleben beeinflussen. Insbesondere von Bedeutung sind dabei die Auswirkungen von Stress auf unser Nervensystem.

Heute weiß man, dass sich traumatische Erfahrungen im Gehirn oft nicht völlig vernetzen und so nicht in das Alltagsleben der Betroffenen integriert werden können, was in weiterer Folge die optimale psychische Verarbeitung des Geschehenen unmöglich macht.

Dies ist eigentlich ein Schutzmechanismus, der in einer Gefahrensituation durchaus Sinn macht, in weiterer Sicht jedoch seine Funktion verliert.

Wem hilft Traumatherapie?
Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene,

  • die sich belastende Verhaltensmuster nicht erklären können und sich häufig blockiert, unter Stress oder »fremdgesteuert« fühlen
  • mit bewusster Traumaerfahrung (Gewalterfahrung, Unfälle, etc.)
  • mit psychosomatischen Erkrankungen, Angststörungen, Anpassungsstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Lern-und Verhaltensstörungen (auch ADHS), sowie dem Depressiven Syndrom
  • mit traumatischen Erlebnissen rund um
    Schwangerschaft und Geburt.
Was ist ein Trauma?
Unter einem Trauma versteht man nicht nur das einschneidende Erleben von nachvollziehbar lebensbedrohlichen Ereignissen, wie Umweltkatstrophen, Krieg, Vergewaltigung etc., sondern jede bedrohliche Situation, eventuell auch ein Ereignis, das äußerlich unwesentlich erscheint, führt unmittelbar zu körperlichen Stressreaktionen und kann Spuren im Körper hinterlassen, wie beispielsweise Veränderungen in der Körperhaltung, in der Muskelspannung und im Nervensystem, die häufig mit Störungen im hormonellen Gleichgewicht einhergehen.

Jene Hormone, die uns zur Bewältigung solcher Situationen, etwa durch Flucht oder Kampf, befähigen, bleiben dann – je nach Ausmaß der persönlichen emotionalen Erregung – in unserem Organismus gespeichert und verursachen ein anhaltend hohes Stressniveau, das auf Dauer krank macht.

Stress und Angst blockieren außerdem die optimale Zusammenarbeit von rechter und linker Gehirnhälfte, führen also zu mangelhaftem Zusammenspiel von emotionaler und kognitiver Verarbeitung des Erlebten. Dies resultiert daraus, dass das Nervensystem des Menschen in extremen Gefahrensituationen zunächst alle fürs Überleben notwendigen Bereiche aktiviert, der kognitive Bereich – das Verstehen des Erlebten – dabei aber eine zweitrangige Rolle spielt.

Das Trauma wird also nicht verbal abgespeichert und kann demnach auch nicht in Worten wiedergegeben werden.

Methode der Traumatherapie
Um diese Zusammenarbeit nachträglich anzuregen, werden in der traumatherapeutischen Arbeit (nach der EMDR Methode) gezielt künstliche Reize (gelenkte Augenbewegung, bzw. wechselseitiges Berühren der Handflächen oder Knie) gesetzt, die die nachträgliche Vernetzung aktivieren. In einem intensiven therapeutischen Prozess können unter anderem auf diese Weise persönliche Stressmuster, die das Selbstbild belasten, aufgedeckt und aufgelöst werden.

Kombiniert mit Kunsttherapie ergibt sich eine besonders effektive Behandlungsweise. Traumatherapeutische Prozesse können bereits innerhalb weniger Sitzungen zu einschneidenden Veränderungen im eigenen psychischen Erleben führen.

Ich biete nach Vereinbarung Einzelstunden in Kunst-, Trauma- und Gesprächstherapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an.
Gebühren nach dem Heilpraktikergesetz,
Kostenübernahme durch Zusatz- und Privatkassen möglich.